Startseite | Gemeindebriefe | Linkliste | Gästebuch | Impressum | Kontakt

22.11.16 16:50 Alter: 126 Tag(e)

„Im Zeichen der Rose“

Vortrag von Dr. Klahr in Ihlow

(Foto: Gerhard Ubben)

Auf Einladung von Silfie Fröhling vom Frauenkreis der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ihlow hielt Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr einen Vortrag über die Lutherrose.

öso. Ihlow. Auf Einladung des Frauenkreises der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ihlow sprach Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr über das Thema „Im Zeichen der Rose. Reformation – Impulse für den christlichen Glauben“. Der Regionalbischof für den Sprengel Ostfriesland-Ems hielt den Vortrag im Rahmen des 500-jährigen Reformationsjubiläums 2017 und verdeutlichte die bleibende Aktualität der Theologie Martin Luthers.
Spätestens seit 1530  habe der Reformator die Lutherrose als persönliches Siegel verwendet und als Zusammenfassung seiner Theologie verstanden: Das Kreuz Christi stehe im Zentrum, betonte Dr. Klahr: „Ohne das Kreuz ist Luthers Theologie nicht zu verstehen. Das Evangelium von der Rechtfertigung des Sünders ist Dreh- und Angelpunkt seiner Theologie.“ Dass Gott sich in Christus den Menschen in Barmherzigkeit zuwende, sei Luther wichtig gewesen. Das schwarze Kreuz stehe zentral im Wappen in einem roten Herz. „Das Kreuz betrifft den ganzen Menschen und hat mit seinem Leben zu tun“, legte Klahr aus.
Die Freude über Gottes Zuwendung im Kreuz Christi zeige die weiße Rose. Es gehe darum, der Glaubensfreude im Leben auch Ausdruck zu verleihen. Das Ziel des Glaubens dürfe nicht aus den Augen verloren werden. So deute der hellblaue Hintergrund die himmlische Dimension an, die Seligkeit, die von ewiger Dauer sei, wie es der goldene Ring zum Ausdruck bringe, der das Wappen umfasst.
„Wir brauchen Merkzeichen des Glaubens im Alltag! Durch solche Symbole können wir uns erinnern lassen, den Glauben im Alltag nicht aus dem Blick zu verlieren, verändert dieser doch den Blick auf die Welt“, sagte der Regionalbischof und brachte die Zuhörerinnen darüber ins Gespräch, welches Zeichen ihren Glauben zum Ausdruck bringen könnte.
Die Leiterin des Frauenkreises, Silfie Fröhling, begrüßte den Regionalbischof und freute sich über die zahlreich erschienenen Zuhörer, unter denen auch einige Männer waren. Von den über 60 Teilnehmerinnen kamen zehn aus der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Simonswolde, weitere aus den lutherischen Kirchengemeinden in Aurich, Kirchdorf, Walle, Weene und Westerende.
Gerhard Ubben begleitete zwölf Martinilieder auf der Gitarre, die mit ihren Texten den Vortrag ergänzten. Martinilieder beschreiben Leben und Taten des Reformators Martin Luther und werden in Ostfriesland traditionell rund um  Luthers Geburtstag, den 10. November, gesungen.